Nach wenigen Minuten wurde klar — es war ein Auto. Ein weißer „Sechser“. Genau derselbe.
Die Maschine hob ihn langsam ans Ufer. Die Menschen begannen sich zu versammeln, jemand rief bereits Bekannte an, niemand konnte glauben, was geschah. Das Auto war mit Schlamm bedeckt, die Scheiben zerbrochen, die Karosserie verzogen — doch es gab keinen Zweifel.
Die Rettungskräfte öffneten vorsichtig die Türen. Und in diesem Moment wurde klar, dass das schreckliche Geheimnis, das fünfzehn Jahre verborgen war, endlich enthüllt werden würde

Als die Rettungskräfte das Auto genauer untersuchten, wurde klar, dass es sich nicht einfach um einen Unfall handelte. Die Seite des „Sechsers“ war stark eingedrückt, das Metall buchstäblich nach innen gepresst, als wäre etwas Schweres mit hoher Geschwindigkeit hineingefahren.
Solche Schäden konnten nicht durch einen Sturz von der Brücke entstehen.
Die Experten kamen schnell zu dem Schluss: An jenem Tag hatte es auf der Straße eine Kollision gegeben. Ein großer KamAZ prallte gegen den Pkw, schleuderte ihn von der Fahrbahn, und er stürzte direkt in den Fluss.
Doch das Schrecklichste stellte sich erst später heraus.
Ein frisch verheiratetes Paar verschwand 1991 auf dem Weg vom Standesamt — und 15 Jahre später hob ein Bagger ein Auto vom Grund des Flusses, und das, was man darin fand, enthüllte ein schreckliches Geheimnis.
Anhand der Lage der Körper und der Spuren im Inneren wurde deutlich, dass Braut und Bräutigam noch lebten, als das Auto unter Wasser geriet. Sie versuchten herauszukommen, kämpften bis zuletzt, doch Hilfe kam nie.