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Ohne Vorwarnung fuhr ich zu meiner Tochter und sah, wie ihr Mann und ihre Schwiegermutter sie quälten, während sie zitternd vor Angst dastand. Ich machte nur einen Anruf – und wenige Minuten später betrat die Person das Haus, vor der sie am meisten Angst hatten.

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Ich fuhr ohne Vorwarnung zu meiner Tochter und sah, wie ihr Mann und ihre Schwiegermutter sie quälten, während sie dort stand und vor Angst zitterte: Ich machte nur einen Anruf – und wenige Minuten später betrat die Person das Haus, vor der sie am meisten Angst hatten…

An diesem Tag hatte ich nicht vor, zu meiner Tochter zu gehen. Aber schon seit einigen Wochen wuchs in mir ein seltsames Gefühl der Unruhe. Ohne Grund. Einfach das mütterliche Herz konnte nicht zur Ruhe kommen.

Ich gehe selten ohne anzuklopfen, aber dieses Mal entschied ich mich, nicht zu warnen. Ich ging zur Tür und klingelte. Stille. Dann holte ich den Ersatzschlüssel heraus, den sie mir vor vielen Jahren für Notfälle gegeben hatte.

Als ich eintrat, fühlte es sich an, als hätte mich ein kalter Luftstoß getroffen. Die Wohnung war zu kühl. Aus der Küche war das Geräusch von fließendem Wasser zu hören.

Ich ging den Flur entlang und blieb am Eingang stehen. Meine Tochter stand am Waschbecken und spülte das Geschirr. Sie trug einen dünnen Pullover, die Schultern hingen, ihre Hände zitterten. Sie hatte nicht einmal gehört, dass ich eingetreten war.

Am Tisch saßen ihr Mann und seine Mutter ruhig. Sie trugen warme Pullover, vor ihnen standen Teller mit heißem Essen. Sie unterhielten sich und lachten, als sei das Haus gemütlich.

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